Evangelisch in Marktredwitz
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Pfarrer Christoph Schmidt

Hören Sie die neue Leopold-Friedensglocke

Horst Kießling
 
Zur künstlerischen Gestaltung der „Leopold-Glocke“
 
Als uns unser Kantor vor etwa einem Jahr von seiner Idee einer 5. Glocke für die Bartholomäus Kirche berichtete und uns bat, uns dazu Gedanken zu machen, waren wir von Anfang an begeistert. Diese 5. Glocke sollte einen für Marktredwitz typischen Namen erhalten. Er war recht bald mit dem historischen Bezug zum einstigen Bürgermeister Leopold und seinem eindringlichen, kurzen Friedensgebet aus dem 30jährigen Krieg gefunden: Die neue Glocke sollte „Leopold-Glocke“ heißen.
Nun galt es, die Idee in die Entscheidungsträger und in die Bevölkerung zu tragen und Wirklichkeit werden zu lassen.
Nachdem die Raumfrage im Turm und Glockengestühl und evtl. statische Probleme geklärt waren, suchten wir für das mutige Projekt zunächst einen überzeugenden, griffigen Slogan und fanden ihn nach einer Zeit des Brainstormings mit „Marktredwitz klingt gut“. Dieser knappe Satz hatte nicht nur die Anschaffung der 5. Glocke und die Optimierung des Geläuts der evangelischen Stadtkirche im Blick, sondern gleichzeitig wurde ausgedrückt, dass sich in Marktredwitz in letzter Zeit auf Grund vieler Faktoren ein Umdenkungsprozess in Gang gesetzt hat, der nicht das Jammern über etwas, sondern den Optimismus und zahlreiche positive Entwicklungen, auf die man getrost etwas stolz sein kann, in den Mittelpunkt rückt.
Es klingt eben gut, wenn man von „Rawetz“ spricht!
Für die Bewältigung zunächst unerreichbar scheinender Anschaffungskosten entwickelten wir dann einen sehr ansprechenden bunten Flyer, der seine Wirkung schnell bewies und in erstaunlich kurzer Zeit viele Bürger unterschiedlichen Glaubens und Herkunft zum Spenden für dieses konkret benannte, überzeugende besondere Projekt veranlasste. Der Name „Leopold-Glocke“ und das vielen Menschen bekannte, inbrünstige Friedensgebet, das am Erker des Alten Rathauses eingemeißelt zu lesen ist, dürften zur allgemeinen Sympathie für diese besondere Glocke noch beigetragen haben.
Die  Vertonung dieses Gebets durch unseren Kantor Michael Grünwald in Form einer eingängigen, schlichten und gut singbaren Melodie wird seit                      am Ende des Gottesdienstes regelmäßig gesungen. Es passt so recht zur Glocke! Wir schufen daraus ein Notenblatt mit lesbaren Notenzeilen, Noten, Zeichen und Textunterschrift. Dieses sollte auf einer Seite der Glocke eingegossen sein. Die Übertragung auf die Gussform  war übrigens für die Gießerei in Innsbruck eine besondere Herausforderung, weil Derartiges von ihnen noch nie auf eine Glocke gegossen wurde.
So wird bei jedem Glockenläuten der Inhalt dieses allzeit aktuellen Friedensgebets mit jedem Glockenschwung hinausgetragen in unsere Stadt, zu den Menschen im Land und in eine Welt, die wahrlich an vielen Orten dringend befriedet werden muss…
 
Die Glocke trägt aber außerdem auf der dem Notenblatt gegenüber liegenden Seite ein weiteres Gestaltungselement, das uns als den Entwicklern und Gestaltern mindestens ebenso bedeutsam ist. Und weil in allen Reden und Reportagen darauf kaum eingegangen wurde, wollen wir an dieser Stelle über die Entwurfsidee, die Interpretationen und Assoziationen etwas eingehender informieren, damit man die volle, allseitige Botschaft unserer neuen Glocke erfassen kann.
Mein Anliegen war es, die Glocke nicht mit Schmuck- oder Gestaltungselementen zu überladen, sie möglichst schlicht zu halten und sehr reduzierte, klare Formelemente zu verwenden. So ist nach einem ausführlichen Gespräch mit unserem Kantor als Gegenpol zum rechteckig wirkenden Notenblatt eine geschwungene Reliefform in aufwärts gerichteter Bewegung entstanden, die aber durch ihre Symmetrie sehr ausgeglichen, harmonisch und in sich ruhend wirkt.
Man kann in dieser Figur zunächst wohl die erhobenen, den Feind abwehrenden Arme des einstigen Bürgermeisters Leopold im 30jährigen Krieg sehen. Vielleicht ist es aber auch seine Gestalt, die flehend betet: „Ach Gott, gib Fried!“
Oder steht die Reliefgestalt für Menschen wie du und ich, die in ihrer Angst, Not oder in einer Krise zu einem höheren Wesen um Hilfe flehen?
Sicher sind die Formen des Reliefs als die erhobenen Arme Christi zu deuten, der hier nicht nur Meer und Sturm Einhalt gebietet, sondern auch jedem Streit und jedem Krieg ein Ende bereiten kann. Mancher Betrachter sieht in der Figur wohl den allmächtigen Gott und Herrn, der Krieg, Streit, Hass und Zwietracht in die Schranken weist: „…Steur dem Krieg…“. 
 
Mancher wird aber in der symmetrischen Form auch einen Kelch erkennen, aus dem man Gutes oder Schweres trinken kann, oder einen Kelch, wie er beim Abendmahl gereicht wird zur Vergebung  unserer Sünden.
Für ist die Figur auf der Glocke v.a. ein Christussymbol: Mit ausgebreiteten Armen tritt er frontal auf uns zu, begrüßt uns, heißt uns willkommen, segnet uns. Hier ist ein Ausweichen oder Vorbeidrücken kaum möglich: Wir müssen uns ihm stellen!
 
Letztlich also - und vielleicht am wichtigsten - ist für mich die Interpretation der Figur als die eines Segnenden. In der christlichen Kunst gibt es zahllose Darstellungen des segnenden Christus. Bei allen liturgischen Handlungen tritt der Geistliche stellvertretend für den Herrn segnend vor die Gemeinde. Dieser Segen wird bei jedem Glockenschwung und jedem Glockenschlag zu jedem Menschen getragen, so dass sein Leben gesegnet ist bzw. sein Leben anderen zum Segen werden kann.
 
So ergänzen sich Text/Lied auf der einen Seite und Bildmotiv auf der Gegenseite der Glocke in Ruhe und beim Läuten auf vielschichtige und bedeutsame Weise und bieten für jeden, der die Leopold-Glocke sieht oder hört fundamentale, ganz individuelle und persönliche Deutungsmöglichkeiten und Botschaften. 
Und die zunächst etwas verschlüsselt wirkende Zahlenkombination 15 – 20 – 17, die den Kelch füllt oder zwischen den Armen ruht, erinnert nachhaltig an das besondere Jubiläum am 31. Oktober 2017, die 500. Wiederkehr des Thesenanschlags durch Martin Luther. An diesem Festtag fand nach der Weihe der neuen Glocke der großartige, musikalisch beeindruckende Festgottesdienst in unserer Kirche statt. Und seither gehört die „Leopold-Glocke“ hoffentlich für viele Jahrhunderte fest zum nun fünfstimmigen Geläute unserer
St. Bartholomäus-Stadtkirche in Marktredwitz
 
Horst Kießling.
Das Leopold- Projekt: Geschichte mahnt zum Frieden. Hier klicken

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