Evangelisch in Marktredwitz
Evangelisch in Marktredwitz

Posaunenchor

Der Posaunenchor, eine feste Größe in unserer Kirchengemeinde – ist 90 Jahre alt!

 

1927 gegründet, bereichert der Posaunenchor nun schon 9 Jahrzehnte das Leben der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Marktredwitz.

Die Initiative zur Gründung des Chores ergriff vor 90 Jahren Diakon Hans Farnbacher. Es gelang ihm, eine Konfirmandengruppe für das Spiel mit Blechblasinstrumenten zu begeistern. Es würde ihn wohl heute mit Stolz und Freude erfüllen, zu wissen, dass im Jahre 2017 in ungebrochener Tradition eine „starke Truppe“ sein Werk fortsetzt. 16 Bläserinnen und Bläser, endlich auch wieder 2 Angehörige des weiblichen Geschlechts, musizieren derzeit im Chor, interkonfessionell und aus allen Schichten der Bevölkerung kommend. Bei durchschnittlich 25 Einsätzen in einem Jahr verleihen sie den Gottesdiensten an hohen Fest- und Feiertagen des Kirchenjahres und zu anderen besonderen kirchlichen Anlässen Glanz und Tiefe. Ihr Spiel ist aber durchaus auch außerhalb der Kirchenmauern gefragt. Hin und wieder bei Trauerfeiern auf dem Friedhof, bei Veranstaltungen zum Volkstrauertag oder bei Weihnachtsfeiern von Vereinen und Kindergärten.

Eine ganze Reihe von Nachfolgern Hans Farnbachers hat den Posaunenchor durch die Jahrzehnte geführt und unterschiedliche Akzente gesetzt. Zunächst folgte Diakon Kamm, er fiel als Soldat im Zweiten Weltkrieg. Mit Diakon Gerhard Wagner (ihn kannte ich noch persönlich) begann nach kurzer Unterbrechung die Nachkriegsära des Posaunenchores. Er wurde abgelöst durch Alfred Wildenauer, der mit seiner Frau noch 2007 das Jubiläum aus Anlass des 80-jährigen Bestehens des Posaunenchores in unserer Kirche erleben durfte. Beim „90-jährigen“ ist er nun nicht mehr dabei. Von 1955 an leitete Willi Böttcher für kurze Zeit unseren Chor als vorerst letzter „Nebenamtlicher“. Als Kantor Wolfgang Witt im Laufe des Jahres 1957 als erster hauptamtlicher Kirchenmusiker das Steuer übernahm, spielte Willi Böttcher selbstverständlich weiterhin im Chor mit, bis ihm sprichwörtlich der Tod im Januar 1984 das Flügelhorn aus der Hand nahm. Unser „Posaunengeneral“, so sein Ehrentitel, verkörperte Kontinuität und war für Jahrzehnte die zentrale Figur unserer Gruppe. Kantor Wolfgang Witt war mein erster „Chef“ im Posaunenchor und fast alle, die wir heute dem Chor angehören, erinnern sich gerne an sein freundliches und fröhliches Wesen, an seine Art und Weise, Humor, Schwung und Farbe, gepaart mit großer Kompetenz, in die Probenarbeit einzubringen. Er verabschiedete sich 1991 in den Ruhestand und übergab den Stab an Kantorin Luise Limpert. Seine Freiheit von beruflichen Pflichten war ihm nur kurze Zeit vergönnt, er verstarb im August 1996. Von 1991 bis 2006 führte Frau Limpert den Posaunenchor. Im Gegensatz zu Wolfgang Witt spielte sie selbst nicht mit, sie dirigierte an vorgeschobener Position. Es war schon eine traurige Nachricht, als sie uns im Frühjahr 2006 mitteilte, Marktredwitz zu verlassen. Wir schätzten ihre pädagogische Arbeit sehr, ihren Langmut und ihre Geduld beim Heranführen an zeitgenössische Posaunenchorliteratur, an neue Rhythmen, die während ihrer 15 Jahre in Marktredwitz immer stärker an Einfluss gewannen. Auf beiden Seiten verursachte dieses Neulernen Schweiß und Tränen! Frau Limpert hat ihren Part mit Bravour gemeistert, wir ließen sie nur ungern ziehen.

Damit bin ich nun in der Gegenwart angelangt. Unser derzeitiger „künstlerischer“ Leiter Horst Seifert, der dieses Amt bereits mehr als 10 Jahren inne hat,  ist ein Eigengewächs des Chores, ein Urgestein. Er beherrscht so ziemlich alle Instrumente, die in einem Posaunenchor vertreten sind. Seine Liebe allerdings gehört den tiefen Stimmen, insbesondere der Tuba, hinter der er sich am häufigsten versteckt, die er der Posaune vorzieht. Er ist, diese Formulierung habe ich schon öfters verwendet, kein professioneller Musiker, aber ein hochprofessioneller Laie, den ein profundes musikalisches Hintergrundwissen auszeichnet, mit einem gewissen Hang zum Perfektionismus. Er lässt sich aber nie entmutigen, wenn wir nicht immer seinen Erwartungen entsprechen. Sein Engagement ist hoch zu würdigen, und wir wünschen ihm und uns, dass er sein Amt noch lange und mit Freude wahrnimmt.

90 Jahre Posaunenchor – alles in Allem eine positive Entwicklung. Doch der Blick in die Zukunft ist getrübt. Die Haarfarbe der meisten unserer Bläserinnen und Bläser ist grau, weißgrau sogar, das Durchschnittsalter liegt weit über 50 Jahre. Wenn sich nicht bald Nachwuchs einstellt, ist die Feier des 100-jährigen Bestehens des Posaunenchores ernsthaft infrage gestellt. Es stimmt zwar hoffnungsvoll, dass vor ein paar Monaten endlich wieder einmal ein Jungbläser zu uns gefunden hat, Andreas Seifert, der Sohn unseres Tenorbläsers Gerhard Seifert und Neffe unseres Leiters Horst Seifert. Er kommt aus einer sehr musikalischen Familie und bekanntlich fällt ja der Apfel nicht weit vom Stamm. Jedenfalls spielt er bereits ausgezeichnet auf seiner Trompete. Ich möchte ihn hiermit ganz offiziell der Gemeinde vorstellen. Auf dem Bild (es sind nicht alle Chormitglieder zu sehen) ist Andreas der junge Mann mit dem hellblauen T-Shirt. Hören Sie ihn beim nächsten Gottesdienst mit Posaunenchorbeteiligung und machen Sie sich selbst ein Bild von ihm!  

Aber er allein sichert natürlich nicht den Bestand des Chores. Es ist nachgewiesen, dass aktive Beschäftigung mit der Musik besonders bei Kindern und Jugendlichen eine positive Persönlichkeitsbildung fördert und angeblich auch eine Möglichkeit darstellt, der Demenzerkrankung vorzubeugen. Allein das wären schon Gründe für Angehörige aller Altersgruppen, dem Posaunenchor beizutreten. Darüber hinaus bereitet das Mitspielen „himmlisches Vergnügen“ und schafft hohe Befriedigung. Sie, die Sie gerade diese Zeilen lesen, sollten sich also überlegen, ob es nicht eine Alternative für Sie oder ein Mitglied Ihrer Familie ist, unserem Kreis beizutreten. Beim Erlernen des Spiels auf dem Instrument erhalten Sie jede Hilfe.

Wir, die derzeitigen Bläserinnen und Bläser des Chores, vorerst die letzten Glieder einer langen, langen Kette, wünschen uns und unserer Kirchengemeinde sehr, dass sich die Tradition der Blechbläserei in der St. Bartholo-
mäuskirche auch nach uns fortsetzt und ein Posaunenchor die Herzen und das Gemüt noch vieler Generationen von Kirchenbesuchern bewegt.

 

Aus Anlass seines 90-jährigen Bestehens lädt der Posaunenchor ein zu einem 
Konzert, gemeinsam mit dem Posaunenchor Krummennaab,
am 7. Oktober 2017 um 18.00 Uhr  in der St. Bartholomäuskirche.

                                                                                                                                                                                Ekkehard Klein  

 

Proben immer freitags um 19.45 Uhr im Gemeindehaus, Pfarrhof 4, Marktredwitz

Termine Posaunenchor

Datum   Ort   Zeit   Veranstaltung
             

24.12.17

 

St. Bartholomäus

 

22:00 Uhr

 

Christmette

31.12.17

 

St. Bartholomäus

 

 

17.00 Uhr

 

Jahresschlussgottesdienst

 

 

Ev.-luth.Pfarramt Marktredwitz

Pfarrhof 2

95615 Marktredwitz

 

Tel.: 09231-62077 oder 62078

Fax: 09231-63866

 

Sonntagsdienst der Pfarrerinnen und Pfarrer in Marktredwitz:

 0152 057 37 955

 

Kontonummer für Spenden an die Kirchengemeinde

   VR-Bank Fichtelgebirge
   IBAN: DE74
7816 0069 0000 047287

   BIC: GENODEF1MAK 

 

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